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Ruine Alt-Tierstein

 

Ruinenmauern umgeben von Gras und Wald
 

Die Burgruine Alt-Tierstein gilt als die Stammburg der Grafen von Tierstein. Die Familie wird im 11. Jh. zum ersten Mal erwähnt und scheint zu diesem Zeitpunkt verwandtschaftlich noch stark mit der benachbarten Alt-Hombergern verbandelt gewesen zu sein. Schon um 1180 bauen die Tiersteiner die Burg Neu-Tierstein bei Büsserach und verlegen ihren Herrschaftsmittelpunkt dorthin. Alt-Tierstein dürfte danach als Verwaltungssitz für einen Vogt gedient haben. Die Tiersteiner errichten in der Folge im Raum Basel eine grosse Grundherrschaft, wo sie zusätzlich die Burgen Pfeffingen und die Farnsburg bauen. Im 15. Jh. geraten sie vermehrt mit der Stadt Basel in Konflikt, sodass sie ihr Augenmerk auf das Elsass richten und dort die berühmte Hohkönigsburg bei Schlettstadt bauen. Zu Beginn des 16. Jh. stirbt die Familie aus.

Alt-Tierstein wird in den Jahren 1934/35 durch den freiwilligen Arbeitsdienst ausgegraben. Das Fundmaterial datiert nach den heutigen Kenntnissen vom 11. bis ins 15. Jh. Mit dem Siedlungsbeginn im 11. Jh. gehört die Anlage zu den frühen Adelsburgen. Der Baubefund auf Alt-Tierstein ist extrem kompliziert und zeugt von einer relativ untypischen, verschachtelten Burganlage, die geprägt war durch zahlreiche Um- und Neubauten. Ob die Burg durch das Erdbeben von Basel 1356 zerstört wurde, kann archäologisch nicht eindeutig belegt werden. Die Funde und Befunde der Ausgrabungen von 1934/35 sind bis heute nicht umfassend ausgewertet und publiziert worden. 1965/66 wurde die Ruine unter den Schutz von Bund und Kanton gestellt, 1989 letztmals saniert. Die Ruine wird jährlich von Freiwilligen gereinigt.

Die Ruine Alt-Tierstein ist heute ein attraktiver Ausflugsort, erreichbar zu Fuss ab dem Waldhaus in 10 Minuten. Das Waldhaus ist ab Restaurant Rössli beschildert.

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